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Geli K.

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» Ruhrfestspiele: Heimat aus zweierlei Blickpunkten
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Ethnotainment und Fatihmorgana

2 x 2 Stunden Spaß und intelligente Unterhaltung

Das waren zwei sehr unterschiedliche und sehr gelungene Veranstaltungen.
Das Publikum hatte jedenfalls einen Heidenspaß. 

 

Foto: Inka Vogel

Am Samstag waren die Bullemänner mit Şenay Duzcu und Murat Kayı im Theaterzelt zu einem westfälisch-türkischen Heimatabend angetreten. Die Bullemänner, das sind Augustin Upmann und Heinz Weißenberg, stammen (unverkennbar und unüberhörbar) aus dem Münsterland und kennen sich schon seit der Grundschulzeit.

Seit zehn Jahren dabei ist auch eine Bullemännin, nämlich Svetlana Svoroba aus der Ukraine, von den beiden Bullemännern als „Tastenfachkraft“ bezeichnet, weil sie sehr professionell und perfekt das Keyboard bearbeitet.

Der westfälische Humor ist schon etwas speziell, aber wir hier, mit der Nähe zu Münster, verstehen ihn ja und das Publikum sparte auch nicht mit Applaus. Man könnte auch sagen, wir sind aus dem Lachen nicht herausgekommen! Dabei blieb niemand verschont, weder andere Bundesländer, noch die Kirche und auch nicht unsere ausländischen Mitbürger – aber immer alles ganz politisch korrekt!

Şenay Duzcu erfreute das Publikum mit einem kleinen Ausschnitt aus ihrem Programm, aber sie kam leider nicht bei allen gut an. Einigen Zuschauern war sie zu extrem in ihren Ansichten (besonders einige Frauen regten sich sehr über einen frauenfeindlichen Spruch von ihr auf; ich fürchte, die haben die Satire nicht erkannt), teilweise war sie zu langatmig. Wer sie kennt, weiß, sie kann es besser.

Auch Murat Kayı, der die Bullemänner mit einem, wie er es bezeichnete, wichtigen Instrument für die deutsche Volksmusik begleitete: die Steel Guitar, gab eine kleines Solo zum Besten. Witzig und temperamentvoll zog er das Publikum in seinen Bann.

Fazit: Leichte Unterhaltung ohne besonderen Tiefgang – so sollte Comedy sein.

 

Etwas anders dagegen „Fatihmorgana“, ein Abend mit dem wohl bestens bekannten Fatih Çevikollu. Wir haben nicht weniger gelacht, aber das Lachen ist einem schon manchmal im Halse stecken geblieben. Hinter den lustigen Pointen versteckte sich oftmals enormes Nachdenkpotenzial. Den berühmten Blick über den Tellerrand gab es gratis dazu.

Politisches Kabarett vom Feinsten!

Das Publikum jedenfalls hat den Abend genossen und die zwei Stunden waren viel zu schnell vorbei.

Beide Veranstaltungen waren im Rahmen der Ruhrfestspiele nur an einem Termin angesetzt. Aber es steht ja jedem frei, sich die Programme sowohl der Bullemänner als auch Fatih Çevikollu (und natürlich auch von Murat Kayı und Şenay Duzcu) an anderen Veranstaltungsorten anzusehen.

 

Text: Angelika Körber

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